Sammler. Wahrnehmungspsychologe. Counterpoint zum Kunstzirkus.
Jochen Kienzle wurde am 24. November 1959 in Freiburg im Breisgau geboren — als Ur-Ur-Enkel von Jakob Kienzle, dem Gründer der Kienzle Uhrenfabriken (eines der wichtigsten Uhrenwerke der Welt um 1900). Industrie-Dynastie, alter Schwarzwälder Familienadel.
Sein Werdegang ist ungewöhnlich für einen Sammler dieser Klasse:
Abitur in deiner Region.
Material- und handwerks-affin. Er kann ein Werk körperlich beurteilen, nicht nur diskursiv.
Zehn Jahre Studium. Zwei Disziplinen. Tiefen-Interesse, nicht Schnellschuss.
Gründung mit Anette Gmeiner. 2001 alleinige Geschäftsführung.
Selbst-finanziert, ohne öffentliche Förderung.
Es ging nie um Name-Dropping, immer nur um Inhalt. Jochen Kienzle, Tagesspiegel 2010
Es ist mir wichtig, ein Counterpoint zum Kunstzirkus zu sein. Jochen Kienzle, Tagesspiegel 2019
Zwei Sätze, neun Jahre Abstand. Konsistenter Standpunkt: Substanz vor Status.
Künstler die sich dem Mainstream verweigern oder von ihm vergessen wurden. Wiederentdeckung als Auftrag.
1960er bis Gegenwart. Konzept vor Bildgewalt. Wahrnehmungsbedingungen der Kunst selbst.
Keine „angenehme Kunst zur kontemplativen Reflexion". Werke die Reibung erzeugen.
Selbst-finanziert. Keine Verkaufslogik. Kein Investment-Spiel.
Spezialformat innerhalb der Foundation. Künstler die malerisch unter konzeptuellen Bedingungen arbeiten — Untersuchungen der Grundlagen und Möglichkeiten von Malerei. Plus Kooperationen mit MoMA New York, Dia Beacon, Kunstmuseum Liechtenstein.
Hochkarätig, aber nicht markstar-getrieben. Das Pattern: Pictures Generation, Konzept-Pioniere, früh-verstorbene oder zurückgezogene Outsider.
Er ist 66. Er hat alles gesehen. Er riecht Marketing 100m gegen den Wind. Was funktioniert:
Falls du dich neben Nico zeigen willst — was bei dir konzeptuell passt:
Aber: bei FIRST CONTACT lieber nur eine Linie. Wenn du Nico in den Vordergrund rückst, bleib bei Nico.